HYPO NÖ holt 30.Cup-Titel

Hypo NÖ ist zum 30. Mal ÖHB-Cupsieger. Die Südstädterinnen schlugen am Samstag beim "Cashback World ÖHB Cup Final4" im Messestadion Dornbirn Herausforderer MGA Fivers 27:14 (13:7). Der Rekord-Champion revanchierte sich somit in sehr souveräner Manier für die Finalniederlage vor zwei Jahren, als die Wienerinnen sensationell in Graz triumphieren konnten. Final-MVP wurde Claudia Wess, die mit sieben Toren auch Topscorerin war.


57570181_10156082530241434_286245839267954688_n.jpg-Handball Hypo NÖ

Am Karsamstag, den 20. April, stieg in der Dornbirner Messehalle das Endspiel zwischen Hypo Niederösterreich und den MGA Fivers.

Das Trainerteam rund um Marina Budecevic hatte gegenüber der Vorwoche taktisch einiges umgestellt. Bei der 17:25-Niederlage in der Meisterschaft hatte MGA eine Anzahl Tore durch raffinierte Würfe aus acht oder neun Metern bekommen. Damit das jetzt nicht passieren sollte, spielten die Wienerinnen mit 5/1-Deckung, um den Hypo-Aufbau früh zu stören. Karla Ivancok agierte mehr von hinten als Ballverteilerin und Antreiberin. Doch ein großes Problem stellte sich MGA erneut: man stand wiederum einer hochkonzentrierten, supersoliden Hypo-Deckung gegenüber, gegen die es nur schwer ein Durchkommen gab. Die Südstädterinnen verteidigten mit einem sehr flexiblen 6/0, was sich als goldrichtiges Rezept erwies. Die Hypo-Mädels arbeiteten ausgezeichnet zusammen.

 

Nach bereits 10 gespielten Minuten deutete sich die Richtung an, in die die Partie gehen sollte. Gerade war MGA durch einen Siebener – verwandelt von Karla Ivancok – auf 3:4 herangekommen, Claudia Wess fasste die erste Zeitstrafe aus. Doch das Überzahlspiel brachte den Wienerinnen nichts ein, dann musste MGA-Spielerin Jancic für zwei Minuten hinaus. In einigen Situationen im Laufe der ersten Spielhälfte zeigte Hypo NÖ ein wunderschönes Umschaltspiel!

 

Die MGA-Deckung stand zwar im Zentrum kompakt, erwies sich aber an den Flügeln als verwundbar. Davon konnte in der ersten Hälfte vor allem Claudia Wess profitieren, die immer wieder erfolgreich am Flügel freigespielt wurde und den Platz wunderbar zu Toren nützte. Hypo gelang in der Phase aber nicht alles: mehr als einmal wehrte „Naschi“ Schilk bravourös einen Gegenstoß ab. Ein wichtiger Treffer war anschließend das Flügeltor von Claudia Wess zum 13:7 in der letzten Sekunde vor der Sirene – mit einem schönen Polster ging man in die Pause.

 

Nach Seitenwechsel erzielte MGA das erste Tor – aber es sollte für längere Zeit das einzige der Wienerinnen bleiben. Mirela Dedic hatte bezwang zweimal hintereinander die gegnerische Torfrau mit einem eleganten Heber, dann nützte Elena Berlini eine Lücke in der gegnerischen Deckung und zog ab. Im Laufe der zweiten Spielhälfte wurde der Vorsprung sogar auf zehn Tore ausgebaut.

Auch eine anschließende Rote Karte für Torfrau Anna Hajgato brachte die Niederösterreicherinnen nicht aus dem Konzept. Nach dem 24:12 von Claudia Wess musste auch der Kommentator bekennen: „Hypo ist dieser Cupsieg wohl nicht mehr zu nehmen.“  Den Schlusspunkt der Partie setzte Johanna Bauer, die vom Flügel siebzehn Sekunden vor Schluss das 24:17 erzielte. Nach 2 Jahren kommt der Cup nun endlich wieder heim in die Südstadt!