HYPO NÖ trauert um Anatolyj Ewtuschenko
Mit schwerem Herzen nimmt Hypo Niederösterreich Abschied von Anatolyj. Er hat für unseren Verein unendlich viel geleistet und uns über viele Jahre hinweg als Trainer und Berater begleitet.
Hypo Niederösterreich nimmt Abschied von Anatolyj Ewtuschenko (auch: Anatoli Jewtuschenko, Anatoly Evtushenko), der im Alter von 91 Jahren in Mödling verstorben ist.
Anatolyj Ewtuschenko wurde am 1. September 1934 in Gorlowka (Horliwka) geboren, das damals – wie die gesamte Ukraine – Teil der Sowjetunion war. Seine handballerische Laufbahn begann in Moskau, wo er zunächst selbst aktiv war und 1960 mit MAI Moskau sowjetischer Meister im Feldhandball wurde.
Als Trainer prägte er den internationalen Handball maßgeblich. Mit MAI Moskau gewann er mehrere sowjetische Meistertitel im Hallenhandball. Später führte er die sowjetischen Studenten 1968 zum WM-Titel und übernahm anschließend das Männer-Nationalteam der UdSSR. In dieser Funktion feierte er zwei Olympiasiege (1976, 1980), gewann den Weltmeistertitel 1982 sowie mehrere Silbermedaillen bei Welt- und Olympischen Spielen. Für seine Erfolge erhielt er den Titel „Verdienter Trainer der UdSSR“.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war Ewtuschenko unter anderem in Deutschland, Kuwait und Österreich tätig. In Kuwait gewann er 1995 die Asienmeisterschaft und qualifizierte sich mit dem Nationalteam für die Olympischen Spiele 1996. In Österreich kam er auf Initiative von Gunnar Prokop in die Südstadt und arbeitete auch mit Hypo Niederösterreich zusammen. Er begleitete den Verein über viele Jahre als Trainer und Berater.
Gemeinsam mit ihm konnte Hypo Niederösterreich große Erfolge feiern, darunter den Gewinn der Champions League mit der Damenmannschaft sowie zahlreiche weitere nationale und internationale Titel – bei den Damen ebenso wie im Nachwuchsbereich. Darüber hinaus brachte er seine Fachkompetenz in die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern ein und unterstützte den Verein über viele Jahre hinweg beratend.
Anatolyj Ewtuschenko war bis zuletzt eng mit dem Handball verbunden. Seine Frau verstarb vor eineinhalb Jahren, er hinterlässt eine Tochter. Seine Urne wird in Moskau beigesetzt.
Hypo Niederösterreich dankt Anatolyj Ewtuschenko für alles, was er für den Verein geleistet hat. Sein Wirken bleibt unvergessen.