WHA: Tullnerinnen mit 34:22 geschlagen
Die Gäste mit härterer Gegenwehr als erwartet
Spiel des Tages war die WHA-Begegnung Hypo 2 - UHC Goldmanndruck Tulln. Tulln ist ein Gegner, der in der WHA jedem unangenehm werden kann: so ist ihnen daheim gegen Feldkirch eine Überraschung gelungen und zuletzt gegen Wr. Neustadt gab es eine knappe mit 31:35 (17:17)-Niederlage. Tulln-Coach Andrzej Lech hatte seine Mädels gut auf Hypo 2 eingestellt. Die Tullnerinnen waren körperlich fit, deckten hart und körperbetont. Möglich, dass die Zweiermädels den Gegner etwas unterschätzt hatten: sie mussten gleich am Anfang einem Rückstand nachlaufen. In der Verteidigung ließen sich die Hypo-Mädchen einige Male aushebeln, einige Male begingen sie Fouls beim Wurf. Tulln erzielte die ersten drei Treffer aus Siebenmetern. Leider hatte Torfrau Pezi Blazek einen rabenschwarzen Tag: sie konnte praktisch nichts halten und ging schon in der ersten Hälfte für Natascha Schilk hinaus. Nach 10 Minuten ging Hypo 2 erstmals in Führung, doch auch in Folge gelang es nicht, sich entscheidend abzusetzen. Die Wurfausbeute Hypos war nicht berauschend, mit viel Kampfgeist gelang es Tulln, dranzubleiben. In den letzten paar Minuten vor der Pause ging es ein bisschen besser - so scorte etwa Vivi Lerant mit einem wuchtigen Hüftwurf aus großer Distanz. Karla Ivancok agierte im Rückraum als "Ballverteilerin". Der "Zwischenspurt" vor der Pause brachte Hypo 2 eine 17:13-Führung ein.
In Hälfte zwei hat Hypo wirklich gut gespielt. Die Deckung agierte wesentlich aggressiver und machte den Tullerinnen das Torschießen sehr schwer. Die Zweiermädels nützten Ballgewinne zu raschen Gegenstößen aus. Vivi Lerant wurde die erfolgreichste Schützin mit sieben Treffern, auch Isa Plach setzte sich nun einige Male in Szene. Der Vorsprung Hypos wuchs gleich nach der Pause entscheidend an. Als Andrzej Lech in Minute 45 sein Timeout nahm, war die Partie für Tulln bereits verloren. Konditionell konnten die Tullnerinnen in der zweiten Hälfte nicht ganz mithalten, bis zum Ende der Partie baute Hypo 2 die Führung auf zwölf Tore aus. Dennoch: Tulln war in Hälfte 1 ein unangenehmer Gegner, hat sich in der Südstadt gut verkauft. Trainer Fery Kovacs war nach dem 34:22-Sieg mit der zweiten Hälfte sehr zufrieden, seine Mädels sind für das schwere Spiel in Feldkirch hoffentlich gut gerüstet!
Manson
08.03.2010 14:55


