U14 belegt 3. Platz beim V. Rajczy-Cup in Szombathely
Marathonprogramm für Hypo-Nachwuchs am letzten Wochenende
Nachdem man bereits ein Meisterschaftsspiel gegen Hollabrunn (siehe Spielbericht) am Vormittag in den Beinen hatte, ging es dann mit dem Auto zum U14-Turnier nach Szombathely, wo am späten Nachmittag das erste Spiel am Programm stand. Nach 200 Kilometern Autofahrt war das keine leichte Aufgabe, noch dazu wo doch eine körperlich und spielerisch wesentlich reifere Mannschaft der erste Gegner war. Das Team Vajdahunyad legte gleich ein hohes Tempo vor und setzte unsere Mädels permanent unter Druck. Trotz einzelner Erfolge konnte man dem Spiel der Gegner nicht wirklich etwas entgegensetzen und verlor glatt mit 17:27. Erst danach erfuhren wir, dass die Mannschaft mit älteren Spielerinnen angetreten war, was die Niederlage wieder relativierte.
Danach folgte die erfreuliche Überraschung des Tages. Das Quartier der Mannschaft war wesentlich komfortabler, als man es von bisherigen Jugendherbergen in Ungarn kannte und auch das Abendessen schmeckte soweit. Das war auch gut so, denn am nächsten Tag warteten gleich fünf schwere Spiele (jeweils 2x20) auf die Mädels. Gleich in der Früh musste man gegen die ungarische Spitzenmannschaft Debrecen antreten. Immerhin lief es schon besser als am Vortag, aber auch in diesem Spiel erwies sich die offensive Deckung als zu löchrig und konnte von den sehr beweglichen Ungarn zu oft ausgespielt werden. Allerdings konnte man die Niederlage mit 16:11 halbwegs in Grenzen halten. Somit musste man hoffen, gegen den nächsten Gegner, die Mannschaft des Veranstalters Szombathely SI, den ersten Sieg zu landen. Und tatsächlich, diese Partie konnten unsere Mädels offen gestalten. Obwohl ihnen, wohl aufgrund des ungewohnt hohen Tempos, das hier gespielt wurde, wieder ungewohnt viele technische Fehler unterliefen, war man meist voran und konnte die Partie auch mit 20:18 gewinnen.
Das zweite Spiel gegen Debrecen verlief ähnlich wie am Morgen, die Gegner agierten athletischer, präziser und waren körperlich stärker und so musste man wieder eine Niederlage mit 5 Toren (20:25) hinnehmen, wobei man zur Pause schon wesentlich weiter zurücklag. Gegen den Auftaktgegner Vajdahunyad folgte dann allerdings die vielleicht beste spielerische Leistung des Turniers. Mit einem fulminanten Auftakt konnten die Mädels gegen den Favoriten (und späteren Turniersieger) in Führung gehen und lange Zeit mithalten. Zur Pause betrug der Rückstand nur 2 Tore. Erst im Laufe der zweiten Halbzeit setzte der Gegner sich etwas weiter ab und schließlich verlor man nach guter Leistung 14:20.
Das Spiel um den dritten Platz - Ein dramatisches "Finale"
Vajdahunyad als Sieger und Debrecen als Zweiter standen bereits fest, gegen Szombathely ging es in der letzten Partier des Turniers um den dritten Platz, wobei Hypo einen Zweitorevorsprung aus dem ersten Spiel zu verteidigen hatte. Es war bereits das fünfte Spiel an diesem Tag für die Mädels und klarerweise gab es schon Ermüdungserscheinungen, während die Gastgeber hochmotiviert und mit Unterstützung der Fans nochmals kräftig Druck machten. Die Beine wurden schwer, die Konzentration ließ nach und dann noch einige zweifehafte Schiedsrichterentscheidungen, gegen die Ala heftig Protest einlegte, und schon musste man einem Rückstand nachlaufen. Zur Pause lag man mit 8:11 zurück und hatte damit in der Gesamtwertung den dritten Platz bereits verloren. Doch es sollte noch schlimmer kommen. In der zweiten Halbzeit fiel die Mannschaft weiter zurück und als der Rückstand dann 5 Tore betrug, schien der dritte Platz gänzlich außer Reichweite zu sein. Doch als bereits alles verloren schien, rafften sich unsere Mädels noch einmal auf. In den letzten Minuten wurde Tor um Tor aufgeholt, ein verwandelter Siebenmeter, ein Gegenstoßtor und neuer Kampfgeist erwachte. Schließlich gelang sogar der Ausgleich zum 19:19, doch wieder ein technischer Fehler und noch ein Angriff der Gegner, Siebenmeter, aber dann kam endlich der erlösende Schlusspfiff. Zwar wurde der Siebenmeter noch verwandelt (Endstand 19:20), doch mit einem Tor plus aus beiden Partien blieb man vor Szombathely und erreichte den 3. Platz. Damit war am Ende die Freude der Mädels über diesen Erfolg noch riesengroß. Neben einem Pokal und Medaillen haben sie von diesem Turnier zwar noch jede Menge anderer "Erinnerungen" in Form von blauen Flecken mitgenommen, aber auch viele Erfahrungen gesammelt.
Abschließend noch einen herzlichen Dank an Trainerin Ala für Ihren Einsatz sowie die mitgereisten Eltern, ohne deren "Chauffeurdienste" eine Teilnahme an dem Turnier nicht möglich gewesen wäre.
Kader: Hammer-Lipp, Hasambasic, Jerinic, Knöppel, Kovac, Magloth, Plach, Posch, Reinecker, Simakovic, Skalnik, Topic, Wastl, Wustinger
27.09.2009 23:52

