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U19/1 WHA verliert gegen Dornbirn

Knappe Heimniederlage gegen die Vorarlbergerinnen

Nach dem WHRL-Spiel am Donnerstag war nun die Hypo U-19/1 im Einsatz - Gegenr war die SSV/Dornbirn-Schoren. Die Vorarlbergerinnen sind bislang noch ohne Punkteverlust, Hypo U19/1 hat hingegen schon drei Niederlagen hinnehmen müssen. Bei den Südstädterinnen waren viele Spielerinnen wesentlich jünger, die Vorarlbergerinnen konnten hingegen auch einige 19-jährige Mädels zum Einsatz bringen. Dementsprechend waren sie älter, manche waren größer und kräftiger. Torfrau Branka Topic, die in den letzten Tagen sehr viele Einsätze gehabt hatte, war heute nicht dabei. Als einzigen Vorteil konnte Hypo eine etwas größere Ersatzbank in die Waagschale werfen. 

Dornbirn hatte den besseren Start und führte nach fünf Minuten mit 3:1. Die Vorarlbergerinnen standen hinten kompakt, waren schwer auszuspielen. Hypo tat sich da ziemlich schwer. Die SSV-Torfrau war stark und konnte sich immer wieder auszeichnen. Doch die Hypo-Mädels hielten mit viel Einsatz dagegen und kämpften sich wieder heran. Geduldig wurde die gegnerische Verteidigung ausgespielt, bis sich eine Gelegenheit zum Wurf bot, gleichzeitig wehrte die Hypo-Torfrau in diese Phase gut ab. In Minute 11 ein anderes Bild wie am Anfang: Hypo führte mit drei Toren Vorsprung! - Doch die jungen Südstädterinnen konnten den Vorsprung nicht halten und mussten einige Zeit später schon einem Rückstand nachlaufen. Das Angriffsspiel Hypos wirkte zeitweise zu statisch. In der Verteidigung waren sie im Zentrum zu passiv, die Dornbirnerinnen kamen über den Aufbau zu leicht zum Wurf. Vor allem Anita Kurjakovic, die oft ansatzlos abzog, stellte Hypo vor große Probleme. Die 16:13-Führung für die Gäste war absolut verdient. 

Nach Seitenwechsel war zunächst der gleiche Spielcharakter, Dornbirn konnte sogar den Vorsprung auf 20:14 ausbauen. Doch dann änderte sich das Bild: Hypo deckte im Zentrum wesentlich aggressiver, die erfolgreichen Würfe Dornbirns wurden seltener. Den Südstadt-Mädels gelangen einige Male schöne Zuspiele an den Kreis, bei denen sich Dornbirn nur mit Fouls helfen konnte. Konsequenz: Hypo bekam einige Siebener zugesprochen. Die Hypo-Spielerinnen trauten sich plötzlich mehr: sie bewiesen nun ein besseres Auge für Lücken in der gegnerischen Defense und brachen mutig durch. In Minute 51 hatten die Mädels wirklich das unmöglich Scheinende geschafft: Ausgleich zum 23:23 - alles schien wieder offen! Doch leider war das der entscheidende Moment: die Aufholjagd hatte viel Kraft gekostet und gleich im nächsten Angriff glückte Dornbirn wieder der Führungstreffer. Im Angriff gelang minutenlang gar nichts mehr: Dornbirn stand hinten solide, Würfe aus der Distanz gingen zu oft auf die Mitte. In Minute 56 lag Hypo mit 23:28 zurück, das Match war entschieden. Doch es spricht viel für den Charakter der Hypo-Truppe, dass sie sich im Finish nicht hängen ließ und noch einmal alles gab. Es reichte nicht mehr, um den Rückstand noch wettzumachen - doch die drei letzten Treffer zum Endstand von 26:28 gehörte ihnen. Der gezeigte Kampfgeist brachte den Südstadt-Mädels von den Rängen Szenenapplaus ein.

04.10.2010 14:30

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