zurück

Heimsieg gegen Debercen!

Ein zufriedener Manson berichtet über das Heimspiel!

Das Match begann für Hypo vielversprechend, die Mädels waren sofort hellwach. Das erste Tor erzielt Gabi Rotis, das ist ein gutes Zeichen. Gleich darauf folgte das 2:0 für Hypo, dann entwickelte sich ein ausgeglichenes und hart umkämpftes Duell. Die Hypo-Spielerinnen ließen sich nicht von den pfeifenden Ungarn beeindrucken und brachten immer wieder schöne Angriffsaktionen zustande. Meist lagen die Südstädterinnen knapp voran, doch es gab auch Momente, in denen sie sich das Leben schwerer als nötig machten. In Hälfte 1 war Debrecen meist am Aufbau gefährlich. Hypos Deckung kam zu einigen Ballgewinnen, wenn der DVSC am Kreis sein Glück versuchte, doch aus dem Aufbau kamen die Ungarinnen einige Male relativ leicht zum Wurf. Olga Sanko hatte zu Beginn des Spiels etwas Probleme, einige Male schlugen Würfe aus der Distanz im Hypo-Tor ein. Bei Ballgewinn spielte Hypo aus der Deckung heraus wunderschöne weite Bälle auf Nascimento, die Brasilianerin lief durch - und scheiterte in einer wichtigen Phase gleich zweimal an der ungarischen Torfrau. Die Ungarin wartete lange mit ihrer Reaktion, sprang Ale entgegen - und die Flügelspielerin vergab, sie stieß bei der Landung mit der Torfrau zusammen. Einmal übertrat Piedade beim Wurf am Kreis. So wechselte die Führung, Debrecen lag um Minute 20 mit zwei Toren voran. Hypo tauschte die Torfrau: Pedersen statt Sanko im Kasten. Die Südstädterinnen fingen sich, glichen aus, brachten das Spiel wieder unter Kontrolle. Beste Werferin bis zur Pause war Gabi Rotis, die wirklich eine gute Leistung bot und eine Gefahr für Debrecen darstellte. Auf seiten der Ungarinnen war vor allem Bulath unangenehm für Hypo. Eine Sekunde vor der Pause eine kuriose Szene: Hypo scheitert mit einem Angriff und eine ungarische Spielerin versucht, mit einem weiten Wurf die kurz unaufmerksame Pedersen zu überlisten. Die Norwegerin stolperte ins Tornetz - und glücklicherweise war nur die Torfrau im Tor, nicht der Ball! Pausenstand: 15:14 für Hypo. 

Doch um sicher im internationalen Geschäft bleiben zu können, musste ein Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied her. Matuschkowitz setzte in der Defense Karla Ivancok ein, Hypo konzentrierte sich dabei verstärkt auf den gegnerischen Aufbau. Auch wenn nun etwas mehr Platz auf den Flügeln war und Debrecen auch das eine oder andere Tor mit Flügelattacken erzielte, taten sie sich in Summe viel schwerer beim Angriffsaufbau. Pedersen hielt zufriedenstellend, sie konnte ebenfalls einige Bälle entschärfen und so dazu beitragen, dass Hypo nach der Pause den Vorsprung auf vier Tore ausbauen konnte. Ale Nascimento machte die vergebenen Gegenstöße vergessen und glänzte mit zwei wunderschönen Aktionen vom rechten Flügel: einmal war es ein präziser Heber, wie wir ihn von früher her kennen, das zweite Mal scorte sie mit einem Aufsitzer, mit dem sie die DVSC-Torfrau komplett überraschte! Beim Siebener war Ale heute stets erfolgreich; war sie die Gefoulte, durfte Alla einwerfen. Von den Jungen bekamen Goricanec und Ivancok relativ viel Spielzeit: Goricanec schaffte zwei Tore, Karla Ivancok rackerte viel in der Defense und war da eine wichtige Stütze. 

Bei 19:15 gab es eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Vivi Lerant - und die Ungarinnen wussten diese Chance zu nützen. Debrecen war im Überzahlspiel stark, konnte den Rückstand auf ein Tor verringern. Es wurde dramatisch. Kurz darauf eine zweite Zeitstrafe hinterher: Karla Ivancok musste hinaus. Das Match wurde nun vollends zur Zitterpartie, nach dieser Unterzahl lag Hypo mit 21:22 zurück. Dramatik pur in den letzten zehn Minuten war garantiert. Doch als die Hypo-Mädels wieder komplett waren, waren sie den Ungarinnen überlegen. Debrecen versuchte nun, Gabi Rotis, die eine tolle Leistung bot und gemeinsam mit Ale Nascimento mit sieben Toren erfolgreichste Werferin war, herauszudecken. Doch damit eröffneten sich für ihre Nebenleute mehr Räume. Cararo, die sowieso ein gutes Auge für Löcher in der gegnerischen Deckung hat, nutzte das für effektvolle Durchbrüche. Auch Vivi Lerant hatte nun mehr Gelegenheit für Torwürfe aus dem Aufbau. Beide erzielten je fünf Treffer an diesem Abend. Hypo gelangen vier Tore am Stück, ehe die Ungarinnen endlich wieder trafen. 25:23, die Partie stand auf des Messers Schneide! Und Hypo hatte die Gelegenheit, den Sack zuzumachen: drei Minuten vor dem Ende stand es 27:25; ich dachte mir: "noch ein Tor von Hypo in dieser Phase und sie haben es geschafft!" Doch es sollte nicht sein, nach einem Freiwurf ging der Abschluss Hypos harmlos ins Toraus. In Minute 57 eine dramatische Situation: Siebener für Debrecen! Pedersen, die recht gut gespielt hat, geht raus, Sanko kommt wieder. Vieles entscheidet sich in dieser Szene. Die Ungarin wirft - und Sanko tritt den Ball mit dem linken Fuß ins Out! Gehalten! Sie bleibt im Kasten, wehrt den nachfolgenden Wurf von der Seite ab. Hypo in Ballbesitz. Nun hatte Cararo es in der Hand, den Sack zuzumachen. Sie bricht durch, wirft aufs Tor - abgewehrt! Zum Haareraufen! Glücklicherweise kann Ale Nascimento den weiten Pass der ungarischen Torfrau abfangen und den nächsten Angriff einleiten. Und wieder scheitert Cararo an der gegnerischen Torfrau. Mit einem schnellen Angriff gelingt Debrecen am Ende der vorletzten Minute der Anschlusstreffer! Anwurf Hypo, Matuschkowitz nimmt zu Beginn der letzten Minute ein Timeout. Stand 27:26, ein Tor muss her. Und letztlich ist es Vivi Lerant, die mit einem wuchtigen Sitzer aus dem Aufbau das 28:26 erzielt. Die Ungarinnen haben noch eine halbe Minute, doch Hypos Deckung ist wild entschlossen, den Angriff abzuwehren, die Sekunden ticken herunter. Fünfzehn Sekunden vor dem Ende ein missglückter Abschluss Debrecens, Sanko pariert - nun ist es geschafft! Noch verzweifelte Manndeckung der DVSC-Spielerinnen, aber Hypo gibt den Ball nicht mehr her.  

Schlusssirene! Den Zuschauern fällt ein Stein vom Herzen, sie feiern die siegreiche Mannschaft. Die Hypo-Spielerinnen fallen sich um den Hals. Es war ein verdienter Sieg gegen einen Gegner, der tapfer gekämpft und gut gespielt hat. Die Debrecen-Spielerinnen haben alles gegeben, was sie haben. Die ungarischen Fans sind enttäuscht, sie applaudieren ihren Mädels. Diese bleiben dann noch einige Minuten am Feld, setzen sich nieder, besprechen und verarbeiten die Niederlage. Gratulation an alle Hypo-Spielerinnen, die ganze Mannschaft hat eine kämpferisch tolle Leistung geboten und wurde auch durch die französischen Schiedsrichterinnen nicht aus der Bahn geworfen. Ob ich nun zufrieden bin?! - Ja - und wie!!!

16.11.2010 12:07

zurück